The Renaissance of Listening

Die Vorstellung einer „Renaissance des Hörens“ hab ich nicht nur von meinen Podcast-Recherchen, sondern auch vom Kultursender Ö1 abgekupfert, zusammen mit dem laut-Nachdenken über Aspekte des Alltags und unseres Zeitgeistes. Die Inspiration entstammt derzeit einem Schwerpunkt, den Ö1 für die letzte Septemberwoche plant, nämlich der Themenwoche „Hören“. Metaradio also: Radiomachen, Radiohören und das Dazwischen — mit den Ohren sehen. Sie stehen vom 19. bis 27. September auf dem Ö1-Programm, in Form von Hörbildern, Radiogeschichten, Hörspielen und auch Gesprächen über die Möglichkeiten IM Radio und DES Radios, über Radiotechnik, akustische Quälgeister, Aspekte des Hörens in Geschichte und Gegenwart.

Und weil Zuhören nicht gleich Hören ist, aber im besten Fall aktives Hören, mit eingeschaltetem Hirn und offenem Herz …, weil Zuhören heute gefragter denn je ist und eine gute Übung im Sich-Einlassen auf mein Gegenüber und die vorgeschobene Klangwelt, darum bleib ich bei diesem Zuhör-Medium Podcast und schöpfe Kraft aus den vielen Gesprächen, die hinter, aber vor allem vor mir liegen. Das nächste liefert besonders viele Impulse. Es dreht sich um die erfolgreiche Komponistin, also Künstlerin, Manuela Kerer aus Brixen. Du wirst sie ab dem 24. September in meinem Podcast “Wenden … svoltare” hören: eine mutige, von der Kraft des Gestaltens durchdrungene Persönlichkeit, die weder Lockdown noch Kunst-Luxusdebatten von ihrem Lieblingsberuf, dem Musik neu erfinden, abhalten können.

Ihre Gedanken machen Mut. Die letzten Monate waren ein Wechselbad von aufflammender Hoffnung und niederschmetternder Resignation. Die Entwicklungen hin zur Abkehr von zerstörerischen Lebensstilen, Gewohnheiten, Konsum sind langsam und träge. Skepsis tut gut, klar! Aber sie darf nicht die Oberhand gewinnen, denn Defätismus und Zynismus sind demotivierend. Und, eine gute Nachricht: Es gibt sie, die wild entschlossenen Kreativen, die friedensliebenden Rebellen, die unsere Zukunft mitgestalten wollen, im Zeichen des Wandels — unter den Jungen (viele!) und Alten, Frauen und Männern, hierzulande wie anderswo.

I am a journalist. I dig for truths or up dirt. I don’t climb up career stairs; if anything, I slow down searching. My base is in Italy.

I am a journalist. I dig for truths or up dirt. I don’t climb up career stairs; if anything, I slow down searching. My base is in Italy.