Siamo impantanati in un secondo lockdown, crederci o no. E sì, siamo senza dubbio bloccati in una crisi profonda, iniziata ben prima che la pandemia ci rallentasse, ma ora accentuata enormemente.

Sono in gioco i nostri mezzi di sussistenza, il nostro benessere collettivo costruito a mo’ di castello di carta nel corso dell’ultimo secolo, ipotecato non solo a vita ma sul futuro delle prossime generazioni. Non voglio essere cinica, perché il cinismo non ci porta da nessuna parte e ci toglie la capacità di sognare e di immaginare un mondo nuovo. Quindi, che ne dici di approfittare di questo momento di stallo tanto assurdo quanto „utile“? …


Ohne Vorstellungskraft keine Veränderungen. Zuerst kommt die Vision und die schafft Handlungsräume. Darum meine Frage: Was ist DEINE ganz persönliche Zukunftsvision für eine Wende?

Meine Art, mich gesellschaftlich einzumischen, geht über das Wort. Sie ist nicht parteipolitisch, sie läuft über Ideen, Diskussionen, Beiträge, Interviews. Und wo Ideen sind, wo Menschen sich auseinandersetzen, wo Reflektionskraft und Kritikfähigkeit eingesetzt werden, wo Liebgewonnenes überdacht, manchmal auch über Bord geworfen wird, dort geschehen kleine und größere Wunder. Über dieses Glück wird noch zu reden sein.

Geistiges Futter dazu versuche ich derzeit in meinem Podcast „wenden … svoltare“ zu bieten (seit Mitte Mai https://anchor.fm/anita-rossi). Er wächst nicht auf meinem Mist. Nein, der Acker wird mit dem Düngemittel von interessanten Querköpfen, DenkerInnen und MacherInnen unserer Zeit bestellt. …


Die Vorstellung einer „Renaissance des Hörens“ hab ich nicht nur von meinen Podcast-Recherchen, sondern auch vom Kultursender Ö1 abgekupfert, zusammen mit dem laut-Nachdenken über Aspekte des Alltags und unseres Zeitgeistes. Die Inspiration entstammt derzeit einem Schwerpunkt, den Ö1 für die letzte Septemberwoche plant, nämlich der Themenwoche „Hören“. Metaradio also: Radiomachen, Radiohören und das Dazwischen — mit den Ohren sehen. Sie stehen vom 19. bis 27. September auf dem Ö1-Programm, in Form von Hörbildern, Radiogeschichten, Hörspielen und auch Gesprächen über die Möglichkeiten IM Radio und DES Radios, über Radiotechnik, akustische Quälgeister, Aspekte des Hörens in Geschichte und Gegenwart.

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fotografiert von Manuela Tessaro, Bozen

Und weil Zuhören nicht gleich Hören ist, aber im besten Fall aktives Hören, mit eingeschaltetem Hirn und offenem Herz …, weil Zuhören heute gefragter denn je ist und eine gute Übung im Sich-Einlassen auf mein Gegenüber und die vorgeschobene Klangwelt, darum bleib ich bei diesem Zuhör-Medium Podcast und schöpfe Kraft aus den vielen Gesprächen, die hinter, aber vor allem vor mir liegen. Das nächste liefert besonders viele Impulse. Es dreht sich um die erfolgreiche Komponistin, also Künstlerin, Manuela Kerer aus Brixen. Du wirst sie ab dem 24. September in meinem Podcast “Wenden … svoltare” hören: eine mutige, von der Kraft des Gestaltens durchdrungene Persönlichkeit, die weder Lockdown noch Kunst-Luxusdebatten von ihrem Lieblingsberuf, dem Musik neu erfinden, abhalten können. …


Die historische Gelegenheit erkennen und nutzen für einen ökosozialen Wandel. Darum geht’s und um nichts weniger. In Ansätzen passiert das hier wie da. Wer das Glas halbvoll sieht, sieht ein positives Wendchen, aber es ist Zeit, das Experimentierfeld auszudehnen auf die Mainstream-Welt und aus der Blase (oder Nische) zu treten. Das tun viele der Menschen, denen ich begegne: mutige, weitsichtige und kluge Junge und Ältere. Sie tun es täglich, meistens ohne dabei schrill zu piepsen oder posten. Ihnen will ich Raum geben in meinem Podcast und den Ideen, die sie mit uns teilen. Kreativ und radikal.

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An kein Zeitkorsett gebunden

Ab dem 7. September geht’s wieder los mit der Serie „Wenden … svoltare“. Den Start macht Silvia Vogliotti vom Arbeitsförderungsinstitut. Sie ist dessen Vize, hat sich die letzten zwei Jahrzehnte mit Vereinbarkeit von Arbeit und Familie beschäftigt, ist selbst Mutter und weiß, wovon sie redet. Corona hat die Knackpunkte, alle Probleme unserer Gesellschaften, die Sorgen, mit denen wir uns täglich plagen, unter ein Vergrößerungsglas geschoben … und hoppla, der Blick tut weh. …


Komplex, unüberschaubar, geräuschvoll, anstrengend, on- und offline ein Kuddelmuddel … so präsentiert sich die Gegenwart. Bunt und in allen Grautönen, nie aber schwarz-weiß.
Sie entwirren, entschleunigen, entzaubern, aber gleichzeitig Neues daran entdecken, das möchte ich auf meinen Streifzügen, ob akustisch (Podcast und Radio), visuell (Videos, Dokumentarfilme) oder schriftlich - alle Erzählformen auskostend.

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Es hat ein Virus gebraucht, um der Welt den Stecker zu ziehen. Allerdings braucht es nun die Zivilgesellschaften, um kurz vor dem Kollaps Transformationen voranzutreiben, denn Politik, Wirtschaft und Finanz weigern sich fast schon heroisch standhaft, althergebrachte Denk- und Handlungsmuster zu durchbrechen. Die Hoffnung: Es gibt sie, jene die radikal neue Wege gehen, die zweite Chance wittern und ergreifen. Individuen und Gruppen, einsame HeldInnen und organisierte Teams. Wer und wie den Wandel in meinem Umfeld anbläst, das möchte ich hier dokumentieren. …

About

Anita Rossi

I am a journalist. I dig for truths or up dirt. I don’t climb up career stairs; if anything, I slow down searching. My base is in Italy.

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